Kärntner Landeskonservatorium (KONSE) für Musik und Schauspiel

KONSE – dieser Kosename steht für das Kärntner Landeskonservatorium


Zur Geschichte der Konservatorien: Konservatorien haben eine lange Tradition. Schon zur Zeit der kulturellen Blüte der venezianischen Ära waren sie Orte zur Förderung musikalischer Begabungen, wobei berühmte Komponisten der Zeit Wissen und Fähigkeiten vermittelten. Auch der Anspruch, das gesellschaftliche Leben insgesamt durch das musikalische Wirken des Konservatoriums zu schmücken, ein historisch gewachsener. Nach Jahrhunderten der Tradition der Musikausbildung haben sich viele Konservatorien nicht zuletzt unter dem Diktat des akademischen Postulats zu Musikhochschulen und später zu Universitäten entwickelt, - ein Weg, der dem Zweck der künstlerischen Bildung zwar nicht immer vollends gedient hat, der jedoch heute in jeder Form des berufsbildenden Musikausbildung berücksichtigt werden muss. So kann auch das Kärntner Landeskonservatorium, zwar nicht unter „staatlicher Anerkennung“, aber doch in seiner Funktionsweise mit einer Musikhochschule verglichen werden, bietet sie doch sowohl Studien für die Laufbahn eines professionellen Musikers, als auch vorbereitende und weiterbildende Studien an. Die Prüfungen der Berufsstudien werden auf Basis der Gleichwertigkeit von den Universitäten Österreichs anerkannt.

Das wichtigste ist jedoch der qualitative, künstlerische Anspruch zum Zwecke der Förderung begabter junger Menschen, um ihnen auch weitere Perspektiven zu eröffnen.

 

Zum KONSE: Das KONSE befindet sich nahe dem wunderschönen Wörthersee, wo berühmte Komponisten wie Gustav Mahler, Johannes Brahms, Alban Berg, Hugo Wolf und Anton von Webern einige ihrer bemerkenswerten Meisterwerke schrieben. Es macht stolz, mit vielen namhaften Kultur und Bildungseinrichtungen zusammenzuarbeiten (z.B. Pädagogische Hochschule Kärnten, Kunstuniversität Graz, Alpen-Adria-Universität, Fachhochschule Kärnten, Stadttheater Klagenfurt, Musikschulen, Musikgymnasium Viktring). Das Professorenkollegium besteht aus ca. 75 Künstlern und Pädagogen mit nationaler und internationaler Reputation.

Jedes Jahr nehmen etwa 700 nationale und internationale Studierende und auch SchülerInnen das Studienangebot wahr. Das KONSE schätzt es besonders, dass es Studierende seiner Nachbarländer Slowenien, Italien, Kroatien willkommen heißen darf.

 

Studien / Lehrgäne / Kurse - Inhalte: Die Studien beinhalten künstlerische, pädagogische und wissenschaftliche Fächer. Der Ausbildungsschwerpunkt liegt iin der Musikpraxis am Instrument, der Stimme, in der Ensemble- und Kammermusik, im Schauspiel (Lehrgang) und in der Elementaren Musikpädagogik (EMP), jeweils bis zum höchsten Level. Jede Sparte (Klassik, Jazz, Volksmusik, EMP u.a.) betreibt auch künstlerische Studienprojekte wie Orchester, Big Band, Oper, Chor, Alte Musik und Produktionen im Tonstudio. Zusätzlich können berufliche Zusatzqualifikationen in Lehrgängen und Kursen erworben werden. Talentierte Kinder im Alter von vier oder fünf werden in der musikalischen Früherziehung in der Kombination von Singen, Spielen und Bewegung oder im Rahmen der Lehrpraxis (Unterrichtspraxis des Berufsstudium IGP) gefördert.

 

Status, Studienförderung, Anerkennung der Studien u.a.: Das KONSE ist wie andere Konservatorien der Gebietskörperschaften Österreichs (Vgl. Tirol, Vorarlberg, Burgenland) eine postsekundäre, hochschulähnliche Bildungseinrichtung („Privatschule“ des Landes Kärnten), deren Berufsqualifikationen europaweit auf Basis der EU-Richtlinie 2005/36/EG anerkannt werden. Alle österreichischen Sudierenden in den Berufsstudien des KONSE erhalten wie im Falle von universitären Studien die gesetzliche Studienförderung. Die Prüfungen des KONSE werden vom Musikuniversitäten auf der Basis der Gleichwertigkeit gemäß dem § 78 des Universitätsgesetzes 2002 anerkannt. Wer an eine Musikuniversität Österreichs wechseln möchte, kann dies ohne Probleme tun, in dem er rechtzeitig ggf. mit Hilfe des Konservatoriums zur gewünschten Zieluniversität Kontakt aufnimmt. Traditionell stehen Länderkonservatorien mit Musikuniversitäten Österreichs in guter Verbindung. Auf Grund der EU-Richtlinie 2005/36/EG müssen Berufsqualifikationen eines Konservatoriums mit postsekundärem, berufsbildenden Status von den Mitgliedsstaaten der EU im Sinne der Berufsqualifikation für eine reglementierten Beruf anerkannt werden. Das KONSE ist somit ein guter Einstieg in einen musikalisch-pädagogischen Studienweg, der, wenn notwendig, auch an einer Universität in Anrechnung der Prüfungen eines Konservatoriums, fortgesetzt werden kann. Seit 2015 gibt es eine Kooperationsvereinbarung mit der pädagogischen Hochschule Kärnten und der Kunstuniversität Graz, indem künstlerische und musiktheoretische Leistungen des Kärntner Landeskonservatorium anerkannt werden und so ein Studium für das Lehramt Musik am Standort Klagenfurt absolviert werden kann.

 

UNSER WEG im Bewusstsein der Veränderungen: Das KONSE bietet zwar Studien auf BA- und MA-Level an, kann jedoch ohne Kooperation mit Hochschulen und Universitäten vorläufig keine BA- und MA-Studien, wie es im tertiären Hochschulraum seit ca. 2004 auf Basis des Bologna-Prozesses üblich ist, durchführen. Es gibt jedoch aktuell massive Bestrebungen (2017), den gesetzlichen Rahmen in Richtung Hochschule anzugleichen. Diesen Bemühungen werden gute Erfolgschancen eingeräumt.

 

DAS KONSE  - ein guter Start

Im Mittelpunkt jeder Entscheidung der verantwortliche am KONSE stehen jedenfalls immer der individuelle instrumentale, gesangliche Fortschritt unserer SchülerInnen und Studierenden, wobei auch deren Perspektiven nicht außer Acht gelassen werden (Studiendurchlässigkeit, Praxisbezug, ...) . Sie werden am KONSE daher ein sehr familiäres und förderndes Studienklima vorfinden, kombiniert mit einer Studienberatung, die es Ihnen ermöglicht, wichtige Weichenstellungen für den gesamten Studienweg vornehmen zu können.

 

Herzlich Willkommen!