VOLKSMUSIK (ENS-KM)

Volksmusik-Ensemble /Kammemmusik unterscheidet sich nicht wesentlich von klassischen Ensembles: je nach vorhandenen „Material“ arbeitet man mit einem Trio oder auch in größeren Ensembles - mit verschieden Volksmusikinstrumenten kombiniert. Neben den technischen Grundlagen (Intonation, Fingersätze) wird auch hier Wert gelegt auf eine „geschmackvolle“, ja zeitgemäße musikalische Interpretation. Dazu gehören, das Ausprobieren unterschiedlicher Klangfarben, Temporelationen und Phrasierungen. Die Eigeninitiative der Studenten steht im Mittelpunkt. Kennzeichnend für ein Ensemble ist die vergleichsweise hohe Eigenverantwortlichkeit und Kompetenz aller beteiligten Personen, die sich meistens in solistischer Besetzung jedes einzelnen Parts ausdrückt. Im Gegensatz dazu stehen große Klangkörper wie das Orchester und der Chor. Viele Chöre tragen trotz der Abgrenzung die Bezeichnung (Vokal-)Ensemble im Namen. Ensembles haben häufig keinen speziellen Dirigenten, sondern werden von einem Mitspieler (traditionell dem Konzertmeister) bzw. Mitsänger in der Rolle eines Primus inter pares oder auch von gar keiner Einzelperson geleitet. Musikensembles, die populäre Musik spielen, nennt man meist „Band“ meint und eine Verwechslungsgefahr ausschließen soll. Allgemeine Info:Volksmusik bezeichnet zum einen die traditionelle, häufig schriftlos überlieferte Musik. Sie ist für bestimmte Regionalkulturen charakteristisch oder wird dafür gehalten. Sie umfasst Volkslieder, instrumentale Stücke und Musik für Volkstanz. Im allgemeinen Sprachgebrauch umfasst Volksmusik davon abweichend auch volkstümliche Schlager, also moderne Unterhaltungsmusik mit Elementen der traditionellen Volksmusik. Im Studium geht es um die „echte“ Volksmusik. Immer wieder lädt die Volksmusikabteilung auch Gäste zu Austauschkonzerten ein: Gleichgültig, ob die Musizierenden sich bereits kennen oder erst im Laufe der Zusammenarbeit kennen lernen, gemeinsames Musizieren bereitet Freude und bringt wichtige Erfahrungen mit sich. Das gemeinsame Aufeinanderhören und -reagieren sowie der Kontakt zu anderen Instrumenten ist nicht nur ein weiterer Anreiz zum Spiel mit dem eigenen Instrument, sondern macht auch noch Spaß und wird - bei öffentlichen Auftritten - vom Publikum gut angenommen. Man muss seine eigenes Instrument sehr gut können und auch den MitspielerInnen vertrauen, dann wird es ein Erfolg.

Diplomstudium

Das Diplomstudium dauert 12 Semester und ermöglicht eine gründliche, vielseitige und berufsbezogene Ausbildung. Das Studium Kammermusik / Ensemble richtet sich an Volksmusikensembles in Fixbesetzung, die in der Regel das gesamte Studium in gleicher Formation absolvieren. Ensembles von Duo- bis Oktettbesetzung, bei denen jedenfalls Melodie-, Begleit- und Bassbereich Berücksichtigung finden. Zugelassen sind alle Blech- und Holzblasinstrumente, Streich- und Zupfinstrumente, Zither, diatonisches und chromatisches Hackbrett, Einfachpedalharfe, diatonische und chromatische Harmonika und sogenannte Hosensackinstrumente (Okarina, Maultrommel, Schwegel, Mundharmonika). Ausgenommen sind Klavier und elektronische Instrumente bzw. Schlagwerk nur in Ausnahmefällen und nach Rücksprache mit dem Leiter der Studienrichtung. Jedes Ensemblemitglied hat individuell den Nachweis der nötigen Vorkenntnisse zu erbringen (positive Absolvierung des Gehör- und Theorietests sowie ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache). Die künstlerische Aufnahmeprüfung wird im Ensemble in der Fixbesetzung absolviert, von der Prüfungskommission aber jedes Ensemblemitglied kammermusikalisch-künstlerisch individuell bewertet. Das Antreten von Mitgliedern eines Ensembles zu einer Diplomprüfung ist nur nach einer Mindeststudienzeit von mindestens zwei Semestern im zweiten Studienabschnitt am Kärntner Landeskonservatorium und bei Erfüllung aller sonstigen Zulassungsbedingungen möglich.

Aufnahme

Siehe Curriculum Kammermusik-Ensemble Volksmusik Diplom (unter Downloads)

 

Lehrende